Auf die hektischen Jahre des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg und die im Wirtschaftsboom florierenden 60-er Jahre, geprägt durch Richtungsänderungen, maßlose Zerstörung von Altbestand durch Bauspekulation und uniforme Neubauten, die sich in die historischen Quartiere hineinfraßen, folgte eine Phase des „Katzenjammers“. Unübersehbar trug die ausufernde, historischen Baubestand negierende und explosionsartig anwachsende Bautätigkeit wesentlich zur Zerstörung lebenswerter Umwelt bei.5 Der Soziologe Alexander Mitscherlich charakterisierte die allgemeine Situation: „Wir hatten Anlaß, die Zerstörung unserer Städte zu beklagen – und dann die Formen des Wiederaufbaus […]“6
