Rechtssatz
Zum Begriff "Verbreiten" im Sinne des § 1330 Abs 2 ABGB genügt die Mitteilung an eine Person.
1 Rv 320/20 | OGH | 17.11.1920 |
Veröff: SZ 2/125 |
4 Ob 320/77 | OGH | 14.06.1977 |
Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 121 = ÖBl 1978,3 mit Anmerkung von Schönherr |
6 Ob 611/87 | OGH | 09.07.1987 |
Beisatz: Fahrlässigkeit für Wiederrufsbegehren. (T1) <br/>Veröff: SZ 60/138 = EvBl 1988/32 S 209 = MR 1987,171 |
6 Ob 27/97g | OGH | 27.02.1997 |
Beisatz: Es sei denn, dass die Mitteilung als vertraulich angesehen werden könnte, weil mit einer Weiterverbreitung nicht zu rechnen war, beispielsweise bei der Mitteilung an eine zur Wahrung des Bankgeheimnisses verpflichtete Bank (so schon SZ 35/82). (T2) |
6 Ob 316/97g | OGH | 17.12.1997 |
Beis wie T2 nur: Es sei denn, dass die Mitteilung als vertraulich angesehen werden könnte, weil mit einer Weiterverbreitung nicht zu rechnen war. (T3) |
6 Ob 28/17m | OGH | 25.10.2017 |
Auch; nur T3; Beisatz: Mit einer Weiterverbreitung ist zB nicht zu rechnen, wenn eine gesetzliche oder vertragliche Verschwiegenheitspflicht besteht. (T4) |
6 Ob 163/22x | OGH | 17.10.2022 |
Beisatz: Hier: Äußerung gegenüber zumindest einer von den Beteiligten (Täter und Verletzter) verschiedenen Person genügt. (T5) |
Dokumentnummer
JJR_19201117_OGH0002_0010RV00320_2000000_001
Lizenziert vom RIS (ris.bka.gv.at - CC BY 4.0 DEED)