Der vorliegende Beitrag untersucht die Rechtsstellung des GmbH-Gesellschafters beim Verkauf seines Geschäftsanteiles unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherrechts. In der kautelarjuristischen Praxis sorgt die Qualifikation von veräußernden GmbH-Gesellschaftern als Verbraucher immer wieder für Schwierigkeiten in der Transaktionsplanung und -abwicklung, bei ausländischen Käufern von österreichischen GmbH-Geschäftsanteilen mitunter sogar für Verwunderung. Dabei soll der Beitrag zeigen, dass die bestehenden Lösungsansätze in Rechtsprechung und Literatur noch keine einheitliche Argumentationslinie hervorbringen konnten. Der Beitrag plädiert daher für eine widerlegbare Vermutung der Unternehmereigenschaft des verkaufenden GmbH-Gesellschafters ab einer Beteiligungshöhe von 25 %, um für erhöhte Rechts- und Planungssicherheit bei GmbH-Anteilsveräußerungen zu sorgen.

