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Ist das Erzielen von Lenkungseffekten in der Umsatzsteuer unionsrechtlich zulässig? (Kühbacher, RdW 2026/107, S. 132)

Artikelrundschau Februar 2026 - Teil 1Umsatzsteuer, Normverbrauchsabgabe, Energieabgaben, Werbeabgabe, KammerumlageMMag. Maria Gold-Tajalli/Eva Pichler-Rohrhofer, MAÖStZ 2026/358ÖStZ 2026, 384 Heft 14 v. 15.7.2026

Die Forderung, über ermäßigte MwSt-Sätze gesundheits-, sozial- oder umweltpolitische Ziele zu erreichen, sei nicht neu. Sehe man sich aber die historische Entwicklung der ermäßigten Steuersätze im unionalen MwSt-System vor dem Hintergrund des Binnenmarktziels und der Rsp des EuGH an, werde klar, dass sich Lenkungseffekte und der Grundsatz der steuerlichen Neutralität als immanentes Grundprinzip des MwSt-Systems gegenseitig ausschließen würden. Trete nämlich der erwünschte Lenkungseffekt ein, indem die MwSt-Satzermäßigung kaufentscheidungsrelevant werde, habe dies eine Wettbewerbsverzerrung zur Folge. Somit liege ein Verstoß gegen den Neutralitätsgrundsatz vor.

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