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Zum Einfluss veränderter Marktstrukturen und sportökonomischer Erkenntnisse auf die kartellrechtliche Beurteilung der Zentralvermarktung von Übertragungsrechten im Streaming-Zeitalter*)*)Der Beitrag soll dem Gedenken an Hans-Georg Koppensteiner dienen. Er hat mir in Gesprächen die wichtige machtstabilisierende Funktion des Wettbewerbsprinzips für Marktwirtschaft und Demokratie verdeutlicht.

AufsätzeUniv.-Prof. Dr. Alexander WimmerJBl 2026, 401 Heft 7 v. 27.8.2026

Die Vermarktung von Übertragungsrechten ist die wichtigste Einnahmequelle für Sportvereine im Rahmen ihrer unternehmerischen Betätigung. Das vielbeachtete Superleague-Urteil des EuGH hat zwar Eckpunkte für die kartellrechtliche Bewertung von Zentralvermarktungsszenarien gesetzt. Es würdigt jedoch, ebenso wie die aktuelle Literatur, wesentliche Veränderungen der Marktstrukturen, die sich in den letzten Jahren durch die „Streaming“-Technik ergeben haben, zu wenig. Zudem finden wesentliche sportökonomische Erkenntnisse in der bisherigen Debatte zu wenig Beachtung. Die nachfolgenden Überlegungen wollen diese Aspekte in die kartellverbotliche Analyse (Art 101 AEUV; §§ 1 f KartG) von Zentralvermarktungsfällen im Fußballsport integrieren.

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