Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 10.5.1997 eingearbeitet.
§ 0
Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten
Kurztitel
Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 357/1971 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
Typ
Vertrag – Multilateral
§/Artikel/Anlage
Inkrafttretensdatum
01.01.2008
Unterzeichnungsdatum
15.03.1971
Index
59/09 Wirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit, Investitionen
Langtitel
(Übersetzung)
ÜBEREINKOMMEN ZUR BEILEGUNG VON INVESTITIONSSTREITIGKEITEN ZWISCHEN STAATEN UND ANGEHÖRIGEN ANDERER STAATEN
StF: BGBl. Nr. 357/1971 (NR: GP XII RV 76 AB 171 S. 16 . BR: S. 296.)
Änderung
BGBl. Nr. 512/1973 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 440/1982 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 27/1987 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 78/1997 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 164/2000 (K – Geltungsbereich)
BGBl. I Nr. 2/2008 (1. BVRBG) (NR: GP XXIII RV 314 AB 370 S. 41 . BR: 7799 AB 7830 S. 751.)
Sprachen
Englisch, Französisch, Spanisch
Vertragsparteien
*Afghanistan 357/1971 *Ägypten 512/1973 *Albanien III 164/2000 *Algerien III 164/2000 *Argentinien III 164/2000 *Armenien III 164/2000 *Aserbaidschan III 164/2000 *Australien III 78/1997 *Bahamas III 164/2000 *Bahrain III 164/2000 *Bangladesch 440/1982 *Barbados 27/1987 *Belarus III 164/2000 *Belgien 357/1971 *Benin 357/1971 *Bolivien III 164/2000 *Bosnien-Herzegowina III 164/2000 *Botsuana 357/1971 *Burkina Faso 357/1971 *Burundi 357/1971 *Chile III 164/2000 *China 357/1971, III 164/2000 *Costa Rica III 164/2000 *Côte d’Ivoire 357/1971 *Dänemark 357/1971 *Deutschland/BRD 357/1971, 27/1987 *Ecuador 27/1987 *El Salvador 27/1987 *Estland III 164/2000 *Eswatini 357/1971 *Fidschi 440/1982 *Finnland 357/1971 *Frankreich 357/1971 *Gabun 357/1971 *Gambia 440/1982 *Georgien III 164/2000 *Ghana 357/1971 *Grenada III 78/1997 *Griechenland 357/1971 *Guinea 357/1971 *Guyana 357/1971 *Honduras III 78/1997 *Indonesien 357/1971 *Irland 440/1982 *Island 357/1971 *Israel 27/1987 *Italien 357/1971 *Jamaika 357/1971 *Japan 357/1971 *Jordanien 512/1973 *Jugoslawien 357/1971 *Kamerun 357/1971 *Kenia 357/1971 *Kolumbien III 164/2000 *Komoren 440/1982 *Kongo/DR 357/1971 *Kongo/R 357/1971 *Korea/R 357/1971 *Kroatien III 164/2000 *Kuwait 440/1982 *Lesotho 357/1971 *Lettland III 164/2000 *Liberia 357/1971 *Litauen III 164/2000 *Luxemburg 357/1971 *Madagaskar 357/1971 *Malawi 357/1971 *Malaysia 357/1971 *Mali 440/1982 *Marokko 357/1971 *Mauretanien 357/1971 *Mauritius 357/1971 *Mikronesien III 164/2000 *Mongolei III 78/1997 *Mosambik III 164/2000 *Nepal 357/1971 *Neuseeland 440/1982 *Nicaragua III 164/2000 *Niederlande 357/1971, 27/1987 *Niger 357/1971 *Nigeria 357/1971 *Nordmazedonien III 164/2000 *Norwegen 357/1971 *Oman III 164/2000 *Pakistan 357/1971 *Panama III 164/2000 *Papua-Neuguinea 440/1982 *Paraguay 27/1987 *Peru III 164/2000 *Philippinen 440/1982 *Portugal 27/1987 *Ruanda 440/1982 *Rumänien 440/1982 *Salomonen 440/1982 *Sambia 357/1971 *Samoa 440/1982 *Saudi-Arabien 440/1982 *Schweden 357/1971 *Schweiz 357/1971 *Senegal 357/1971 *Seychellen 440/1982 *Sierra Leone 357/1971 *Simbabwe III 164/2000 *Singapur 357/1971, 440/1982 *Slowakei III 164/2000 *Slowenien III 164/2000 *Somalia 357/1971 *Spanien III 164/2000 *Sri Lanka 357/1971 *St. Kitts/Nevis III 164/2000 *St. Lucia 27/1987 *Sudan 512/1973 *Tansania III 164/2000 *Togo 357/1971 *Tonga III 78/1997 *Trinidad/Tobago 357/1971 *Tschad 357/1971 *Tschechische R III 164/2000 *Tunesien 357/1971 *Türkei III 78/1997 *Turkmenistan III 164/2000 *Uganda 357/1971 *Ungarn III 78/1997 *USA 357/1971 *Usbekistan III 164/2000 *Venezuela III 164/2000 *Vereinigte Arabische Emirate 440/1982 *Vereinigtes Königreich 357/1971, 512/1973, 440/1982, 27/1987 *Zentralafrikanische R 357/1971 *Zypern 357/1971
Sonstige Textteile
Nachdem das am 18. März 1965 in Washington zur Unterzeichnung aufgelegte Übereinkommen zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Staaten und Angehörigen anderer Staaten, welches also lautet: ...
die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten hat, erklärt der Bundespräsident dieses Übereinkommen für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich die gewissenhafte Erfüllung der darin enthaltenen Bestimmungen.
Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterzeichnet, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für Justiz, vom Bundesminister für Finanzen und vom Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.
Geschehen zu Wien, am 15. März 1971
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 78/1997)
Die österreichische Ratifikationsurkunde zum vorstehenden Übereinkommen wurde am 25. Mai 1971 gemäß Art. 73 des Übereinkommens bei der Bank hinterlegt; somit ist das Übereinkommen gemäß seinem Art. 68 Abs. 2 am 24. Juni 1971 für Österreich in Kraft getreten.
Folgende weitere Staaten gehören dem Übereinkommen an:
Afghanistan, Belgien, Botswana, Bundesrepublik Deutschland, Burundi, Ceylon, Republik China, Dahomey, Dänemark, Elfenbeinküste, Finnland, Frankreich, Gabon, Ghana, Griechenland, Guayana, Guinea, Indonesien, Island, Italien, Jamaika, Japan, Jugoslawien, Kamerun, Kenia, Kongo (Brazzaville), Kongo (Kinshasa), Korea, Lesotho, Liberia, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Nepal, Niederlande, Niger, Nigeria, Norwegen, Obervolta, Pakistan, Sambia, Schweden, Schweiz, Senegal, Sierra Leone, Singapur, Somalia, Swaziland, Togo, Trinidad und Tobago, Tschad, Tunesien, Uganda, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (ausgenommen die Kanal Inseln (mit Ausnahme von Guernsey), der Insel Man, Südrhodesien und Brunei), Vereinigte Staaten von Amerika, Zentralafrikanische Republik und Zypern.
Bundesrepublik Deutschland
Die Bundesrepublik Deutschland hat anläßlich der Ratifikation des Übereinkommens erklärt, daß dieses mit Wirkung des Tages, an dem es für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft tritt, auch für das „Land Berlin“ gilt.
Neuseeland
Neuseeland hat anläßlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde gemäß Art. 70 des Übereinkommens mitgeteilt, daß die Cook-Inseln, Niue und Tokelau von der Anwendung dieses Übereinkommens ausgenommen sind.
Niederlande
Die Niederlande haben durch Notifikation vom 22. Mai 1970 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf die Niederländischen Antillen ausgedehnt.
Türkei
Die Türkei hat erklärt, daß gemäß Art. 25 Abs. 4 des Übereinkommens betreffend die Arten der Streitigkeiten, die zur Unterwerfung unter die Zuständigkeit des Zentrums als geeignet oder nicht geeignet erachtet werden, nur jene sich unmittelbar aus Investitionstätigkeiten ergebenden Streitigkeiten, die in Übereinstimmung mit den relevanten Gesetzen der Republik Türkei über ausländisches Kapital die erforderliche Genehmigung erhalten haben und die tatsächlich eingeleitet wurden, Gegenstand der Zuständigkeit des Zentrums sind. Streitigkeiten hingegen, die sich auf das Eigentum und auf dinglichen Grundbesitz beziehen, unterstehen zur Gänze der Gerichtsbarkeit der türkischen Gerichte und werden daher nicht der Zuständigkeit des Zentrums unterworfen.
Vereinigtes Königreich
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland hat am 19. Juni 1973 gemäß Art. 70 des Übereinkommens mitgeteilt, daß das Britische Territorium im Indischen Ozean, die Pitcairn-Inseln, das Britische Antarktische Territorium, die Souveränen Stützpunkte auf der Insel Zypern und die Neuen Hebriden von der Anwendung des Übereinkommens ausgenommen sind.
Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland hat die Ausdehnung der Anwendung dieses Übereinkommens ab 1. Juli 1979 auf Jersey notifiziert.
Das Vereinigte Königreich hat mit Wirkung vom 1. November 1983 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf die Insel Man ausgedehnt.
Präambel/Promulgationsklausel
PRÄAMBEL
Die Vertragsstaaten,
eingedenk der Notwendigkeit, zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung international zusammenzuarbeiten, und eingedenk der Bedeutung, welche internationalen privaten Investitionen auf diesem Gebiet zukommt;
im Hinblick darauf, daß im Zusammenhang mit derartigen Investitionen Streitigkeiten zwischen Vertragsstaaten und Angehörigen anderer Vertragsstaaten jederzeit entstehen können;
in der Erkenntnis, daß solche Streitigkeiten zwar für gewöhnlich Gegenstand innerstaatlicher Verfahren sind, in bestimmten Fällen jedoch ein internationales Verfahren zu ihrer Beilegung angebracht sein kann;
in Anbetracht der besonderen Bedeutung, die sie der Schaffung internationaler Vergleichs- und Schiedseinrichtungen beimessen, denen Vertragsstaaten und Angehörige anderer Vertragsstaaten auf Wunsch solche Streitigkeiten unterbreiten können;
in dem Wunsch, derartige Einrichtungen unter den Auspizien der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zu schaffen;
in der Erkenntnis, daß die gegenseitige Einwilligung der Parteien, solche Streitigkeiten unter Inanspruchnahme der genannten Einrichtungen einem Vergleichs- oder Schiedsverfahren zu unterwerfen, eine rechtsverbindliche Vereinbarung darstellt, die insbesondere erfordert, daß jede Empfehlung der Vermittler gebührend berücksichtigt und jedem Schiedsspruch nachgekommen wird; und
mit der Erklärung, daß allein die Ratifizierung, Annahme oder Genehmigung dieses Übereinkommens durch einen Vertragsstaat nicht dessen Verpflichtung bedeutet, eine bestimmte Streitigkeit ohne seine Zustimmung einem Vergleichs- oder Schiedsverfahren zu unterwerfen,
sind wie folgt übereingekommen:
Anmerkung
Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 10.5.1997 eingearbeitet.
Schlagworte
e-rk3,
Vergleichsverfahren, Vergleichseinrichtung
Zuletzt aktualisiert am
20.02.2024
Gesetzesnummer
10006286
Dokumentnummer
NOR30006856
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