Clash of Cultures
Post-Merger-Integration
Die wesentliche Herausforderung von Post-Merger-Integration im Umfeld der Digitalisierung liegt in einem Clash of Cultures, der bei Transaktionen unter Beteiligung von Konzernen und Start-ups besonders stark zu Tage tritt. Einem Konzern mit etablierten Strukturen, einem gewissen Sicherheitsdenken und M&A-Erfahrung auf Käuferseite steht auf der Verkäuferseite ein Technologie-(Start-up-)Unternehmen mit einer weniger prozessgesteuerten Aufstellung und mit wenig Erfahrung bei Unternehmenstransaktionen gegenüber. Vor diesem Hintergrund müssen sich beide Seiten darauf einstellen, nicht nur bei der Durchführung der Transaktion außerhalb der gewohnten Arbeitsweise und der bekannten Strukturen zu agieren. Um den negativen Auswirkungen eines Clash of Cultures zu begegnen, ist die frühzeitige offene Kommunikation zwischen Verkäufer, Käufer und den Mitarbeitern unabdingbar. So ist es bei einer Übernahme regelmäßig im Interesse aller Beteiligten, schon frühzeitig die Pläne des Käufers im Hinblick auf die Zukunft der Mitarbeiter des Zielunternehmens zu kommunizieren und ein schlüssiges Integrationskonzept zu präsentieren, um eine Verunsicherung der Belegschaft in einem frühen Stadium der Transaktion zu vermeiden. Damit rückt das Thema Post-Merger-Integration noch früher als bei klassischen M&ATransaktionen in den Vordergrund.