Die als Band 27 der Innsbrucker Schriften zum Unternehmensrecht (ISUR) erschienene Monografie "Lauterkeitsrechtliche Irreführung durch Unterlassen" widmet sich einem Bereich des Wettbewerbsrechts, der trotz seiner zentralen praktischen Bedeutung lange Zeit dogmatisch unterbelichtet blieb. Spätestens seit der Implementierung der UGP-Richtlinie (RL 2005/29/EG ) und der mit ihr einhergehenden Neukonzeption des Irreführungsverbots ist deutlich geworden, dass das Vorenthalten wesentlicher Informationen einen qualitativ eigenständigen Regelungsbereich bildet, der nicht länger aus der Perspektive des klassischen, täuschungszentrierten Irreführungsverständnisses von § 2 Abs 1 UWG aF erklärt werden kann. Die Autorin greift genau diese Problematik auf und legt eine umfassende Untersuchung vor, die sowohl unionsrechtliche als auch nationale Aspekte in systematischer Tiefe analysiert.

