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Grenzen der gerichtlichen Kontrolle von Entgeltklauseln – aktuelle Judikatur und Folgefragen*)*)Etwas erweiterte Fassung des Vortrags vom 21.04.2026 im Rahmen des vom Institut für Bankrecht an der Johannes Kepler Universität Linz veranstalteten Seminars für Bankrecht. Die Vortragsform ist weitgehend beibehalten.

AufsätzeUniv.-Prof.in i.R. Dr.in Silvia DullingerJBl 2026, 483 Heft 8 v. 7.9.2026

Entgegen bislang hRsp unterliegen nach den jüngsten einschlägigen Entscheidungen des OGH Entgeltklauseln über Nebenleistungen in Verbraucherverträgen einer gerichtlichen Preiskontrolle, die auf § 879 Abs 3 ABGB gestützt wird und die Prüfung der Äquivalenz von Leistung und Gegenleistung zum Inhalt hat. Außerdem wird bei derartigen Vertragsbestimmungen die Transparenzprüfung nach § 6 Abs 3 KSchG deutlich verschärft. Diese Judikaturwende gibt in beiden Themenbereichen Anlass zu Zweifeln und wird daher einer kritischen Prüfung unterzogen. Zusätzlich werden die bereicherungs- und verjährungsrechtlichen Folgefragen einer Nichtigerklärung von Entgeltklauseln behandelt.

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