Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 28.8.1996 eingearbeitet.
§ 0
Übereinkommen zur Bekämpfung der widerrechtlichen Inbesitznahme von Luftfahrzeugen
Kurztitel
Übereinkommen zur Bekämpfung der widerrechtlichen Inbesitznahme von Luftfahrzeugen
Kundmachungsorgan
BGBl. Nr. 249/1974
Typ
Vertrag – Multilateral
§/Artikel/Anlage
Inkrafttretensdatum
13.03.1974
Unterzeichnungsdatum
16.12.1970
Index
29/08 Strafrecht
Langtitel
(Übersetzung)
ÜBEREINKOMMEN ZUR BEKÄMPFUNG DER WIDERRECHTLICHEN INBESITZNAHME VON LUFTFAHRZEUGEN
StF: BGBl. Nr. 249/1974 (NR: GP XIII RV 501 AB 921 S. 84 . BR: S. 326.)
Änderung
BGBl. Nr. 259/1979 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 366/1983 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 21/1986 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 450/1987 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 348/1989 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 278/1994 (K – Geltungsbereich)
BGBl. Nr. 452/1996 (K – Geltungsbereich)
Sprachen
Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
*Afghanistan 366/1983 *Ägypten 259/1979 *Algerien 452/1996 *Antigua/Barbuda 21/1986 *Äquatorialguinea 278/1994 *Argentinien 249/1974 *Äthiopien 259/1979 *Australien 249/1974 *Bahamas 259/1979 *Bahrain 21/1986 *Bangladesch 259/1979 *Barbados 249/1974 *Belarus 249/1974 *Belgien 249/1974 *Benin 249/1974 *Bhutan 348/1989 *Bolivien 366/1983 *Bosnien-Herzegowina 452/1996 *Botsuana 366/1983 *Brasilien 249/1974 *Brunei 450/1987 *Bulgarien 249/1974, 452/1996 *Burkina Faso 348/1989 *Cabo Verde 259/1979 *Chile 249/1974 *China 249/1974, 366/1983 *Costa Rica 249/1974 *Côte d’Ivoire 249/1974 *Dänemark 249/1974, 366/1983 *Deutschland/BRD 259/1979 *Deutschland/DDR 249/1974 *Dominikanische R 259/1979 *Dschibuti 452/1996 *Ecuador 249/1974 *El Salvador 249/1974 *Estland 278/1994 *Fidschi 249/1974 *Finnland 249/1974 *Frankreich 249/1974 *Gabun 249/1974 *Gambia 366/1983 *Ghana 249/1974 *Grenada 259/1979 *Griechenland 249/1974 *Guatemala 366/1983 *Guinea 21/1986 *Guinea-Bissau 259/1979 *Guyana 249/1974 *Haiti 21/1986 *Honduras 450/1987 *Indien 366/1983 *Indonesien 259/1979 *Irak 249/1974 *Iran 249/1974 *Irland 259/1979 *Island 249/1974 *Israel 249/1974 *Italien 249/1974 *Jamaika 21/1986 *Japan 249/1974 *Jemen 278/1994 *Jemen/AR 450/1987 *Jemen/DVR 348/1989 *Jordanien 249/1974 *Jugoslawien 249/1974 *Kamerun 348/1989 *Kanada 249/1974 *Kasachstan 452/1996 *Katar 366/1983 *Kenia 259/1979 *Kolumbien 249/1974 *Komoren 278/1994 *Kongo 278/1994 *Kongo/DR 259/1979 *Korea/DVR 366/1983 *Korea/R 249/1974 *Kroatien 452/1996 *Kuwait 366/1983 *Laos 348/1989 *Lesotho 259/1979 *Libanon 249/1974 *Liberia 366/1983 *Libyen 259/1979 *Luxemburg 259/1979 *Madagaskar 450/1987 *Malawi 249/1974 *Malaysia 21/1986 *Malediven 348/1989 *Mali 249/1974 *Malta 278/1994 *Marokko 259/1979 *Marshallinseln 278/1994 *Mauretanien 366/1983 *Mauritius 366/1983 *Mexiko 249/1974 *Monaco 21/1986 *Mongolei 249/1974 *Myanmar 452/1996 *Nauru 21/1986 *Nepal 259/1979 *Neuseeland 249/1974 *Nicaragua 249/1974 *Niederlande 249/1974, 259/1979 *Niger 249/1974 *Nigeria 249/1974 *Norwegen 249/1974 *Oman 259/1979 *Pakistan 249/1974 *Panama 249/1974 *Papua-Neuguinea 259/1979 *Paraguay 249/1974 *Peru 259/1979 *Philippinen 249/1974 *Polen 249/1974 *Portugal 249/1974 *Ruanda 348/1989 *Rumänien 249/1974 *Sambia 450/1987 *Saudi-Arabien 259/1979 *Schweden 249/1974 *Schweiz 249/1974 *Senegal 259/1979 *Seychellen 259/1979 *Sierra Leone 259/1979 *Simbabwe 348/1989 *Singapur 259/1979 *Slowenien 278/1994 *Spanien 249/1974 *Sri Lanka 259/1979 *St. Lucia 21/1986 *Südafrika 249/1974 *Sudan 366/1983 *Suriname 366/1983 *Syrien 366/1983 *Tansania 21/1986 *Thailand 259/1979 *Togo 366/1983 *Tonga 259/1979 *Trinidad/Tobago 249/1974 *Tschad 249/1974 *Tschechische R 452/1996 *Tschechoslowakei 249/1974, 278/1994 *Tunesien 366/1983 *Türkei 249/1974 *UdSSR 249/1974 *Uganda 249/1974 *Ukraine 249/1974 *Ungarn 249/1974, 278/1994 *Uruguay 259/1979 *USA 249/1974 *Vanuatu 348/1989 *Venezuela 21/1986 *Vereinigte Arabische Emirate 366/1983 *Vereinigtes Königreich 249/1974, 366/1983 *Vietnam 249/1974, 366/1983 *Zentralafrikanische R 278/1994 *Zypern 249/1974
Sonstige Textteile
Der Nationalrat beschlossen:
Der Abschnluß des nachstehenden Staatsvertrages wird genehmigt.
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. Nr. 452/1996)
Die vom Bundespräsidenten unterzeichneten und vom Bundeskanzler gegengezeichneten Ratifikationsurkunden wurden am 11. Feber 1974 bei den Regierungen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Artikel 13 Absatz 4 am 13. März 1974 für Österreich in Kraft getreten.
Derzeit gehören dem Übereinkommen folgende Staaten an:
Argentinien, Australien, Barbados, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Costa Rica, Dahomey, Dänemark (ausgenommen Färöer-Inseln und Grönland), Deutsche Demokratische Republik, Ecuador, Elfenbeinküste, El Salvador, Fidschi, Finnland, Frankreich, Gabon, Ghana, Griechenland, Guayana, Irak, Iran, Island, Israel, Italien, Japan, Jordanien, Jugoslawien, Kanada, Kolumbien, Korea, Libanon, Malawi, Mali, Mexiko, Mongolei, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande (einschließlich Surinam, Niederländische Antillen), Niger, Nigeria, Norwegen, Pakistan, Panama, Paraguay, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Sowjetunion, Spanien, Südafrika, Taiwan, Trinidad und Tobago, Tschad, Tschechoslowakei, Türkei, Uganda, Ukraine, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (einschließlich der unter der Oberhoheit des Vereinigten Königreiches stehenden Gebiete sowie des Britischen Protektorats der Salomon-Inseln), Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Weißrußland, Zypern.
Nachstehende Staaten haben anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- oder Beitrittsurkunden folgende Vorbehalte erklärt oder Erklärungen abgegeben:
Algerien, Ägypten, Äthiopien, Bahrein, Brasilien, Ecuador, Jemen DVR, Malawi, Mongolei, Oman, Papua-Neuguinea, Peru, Polen, Rumänien, Saudi-Arabien, Sowjetunion, Südafrika, Ukraine und Weißrußland haben erklärt, daß sie sich durch Artikel 12 Absatz 1 als nicht gebunden betrachten.
Nachstehende Staaten haben anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunde Vorbehalte erklärt: gemäß Art. 12 Abs. 2:
Syrien, China, Katar und Indien, Koreanische Demokratische Volksrepublik;
Argentinien
Die Geltung dieses Übereinkommens für Gebiete, deren Oberhoheit zwischen zwei oder mehr Staaten strittig ist, ob diese nun Vertragsstaaten des Übereinkommens sind oder nicht, ist nicht als Änderung der von jedem dieser Staaten bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt eingenommenen Haltung oder als Verzicht auf diese oder als Abweichung von dieser auszulegen.
Algerien
Anläßlich der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde hat Algerien erklärt, sich nicht an die Bestimmungen des Art. 12 Abs. 1 gebunden zu erachten und daß die vorherige Zustimmung aller Parteien erforderlich ist, um eine Streitigkeit dem Internationalen Gerichtshof zu unterbreiten.
Dänemark
Dänemark hat mit Wirksamkeit vom 1. Juni 1980 den anläßlich der Ratifikation erklärten Vorbehalt betreffend die Nichtanwendung des Übereinkommens auf die Färöer-Inseln und Grönland zurückgezogen.
Jemen
Der Demokratische Jemen hat erklärt, sich nicht an die Bestimmungen des Art. 12 Abs. 1 gebunden zu erachten und daß eine Befassung des Internationalen Gerichtshofs in jedem einzelnen Fall das Einverständnis jeder am Konflikt beteiligten Partei erfordert.
Niederlande
Die Niederlande haben den Geltungsbereich des Übereinkommens am 11. Juni 1974 auf die Niederländischen Antillen ausgedehnt.
Marokko
Die Beitrittsurkunde Marokkos enthält folgenden Vorbehalt: „Im Falle einer Streitigkeit muß jede Befassung des Internationalen Gerichtshofes in vollem Einvernehmen der betroffenen Parteien erfolgen.“
Tunesien
„Der folgende Vorbehalt betrifft den 2. Satz des Art. 12 Abs. 1 der Haager Konvention:,Die Streitigkeit wird dem Internationalen Gerichtshof mit Zustimmung aller Streitparteien unterbreitet werden können.' „
Vereinigte Königreich
Das Vereinigte Königreich hat mit Wirksamkeit vom 15. Dezember 1982 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf Anguilla ausgedehnt.
Vietnam
„Jede beliebige Meinungsverschiedenheit zwischen den Vertragsstaaten betreffend die Auslegung oder Anwendung des gegenständlichen Übereinkommens kann dem Internationalen Gerichtshof nur mit Zustimmung dieser Staaten bei jeder konkreten Meinungsverschiedenheit übergeben werden.“
Präambel/Promulgationsklausel
PRÄAMBEL
DIE VERTRAGSSTAATEN DIESES ÜBEREINKOMMENS,
IN DER ERWÄGUNG, daß widerrechtliche Handlungen der Inbesitznahme eines im Flug befindlichen Luftfahrzeugs oder der Ausübung der Herrschaft darüber die Sicherheit von Personen und Sachen gefährden, den Betrieb von Luftverkehrsdiensten ernstlich beeinträchtigen und das Vertrauen der Völker der Welt in die Sicherheit der Zivilluftfahrt untergraben,
IN DER ERWÄGUNG, daß solche Handlungen Anlaß zu ernster Besorgnis geben,
IN DER ERWÄGUNG, daß es zur Abschreckung von solchen Handlungen dringend notwendig ist, geeignete Maßnahmen zur Bestrafung der Täter vorzusehen,
HABEN FOLGENDES VEREINBART:
Anmerkung
Vorbehalte, Erklärungen etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 28.8.1996 eingearbeitet.
Schlagworte
e-rk3
Zuletzt aktualisiert am
20.02.2024
Gesetzesnummer
10002307
Dokumentnummer
NOR11002330
alte Dokumentnummer
N2197414587R
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