OGH 13Os87/80; 10Os153/80; 13Os137/87; 15Os100/92 (RS0098353)

OGH13Os87/80; 10Os153/80; 13Os137/87; 15Os100/9210.3.2026

Rechtssatz

Ein bestimmter Inhalt ist nur für den Schuldspruch, nämlich im § 260 Abs 1 und 2 StPO, vorgeschrieben. Daraus folgt, daß eine dem kondemnierenden Urteilssatz entsprechende Fassung des freisprechenden Urteilssatzes vom Gesetz nicht verlangt wird (vgl 9 Os 19/76, Harbich in RZ 1977,143, Roeder, System S 275 Anmerkung 1, Roeder, Lehrbuch erste und zweite Auflage, S 213 Anmerkung 2) - hier: keine Anführung von Gesetzesstellen des materiellen Rechts in der Formulierung des Freispruchs.

Normen

StPO §259
StPO §260

13 Os 87/80OGH24.07.1980

Veröff: EvBl 1981/80 S 247

10 Os 153/80OGH09.12.1980
13 Os 137/87OGH19.05.1988

Veröff: SSt 59/32

15 Os 100/92OGH27.05.1993

vgl; Beisatz: Anführung des Sachverhaltes wäre (jedenfalls bei einer Mehrzahl von Schuldspruchsfakten und Freispruchsfakten) erforderlich. (T1)

15 Os 6/94OGH17.02.1994

Vgl; Beisatz: Ausreichende Individualisierung des Freispruchs erforderlich. (T2)

15 Os 33/94OGH05.05.1994

Vgl; Beis wie T2

16 Bkd 8/11OGH06.02.2012

Beisatz: Nichts anderes kann für den Einstellungsbeschluss nach § 28 (2) DSt 1977 gelten. (T3)

23 Ds 4/25bOGH10.03.2026

vgl; Beisatz: Hier freisprechendes Erkenntnis eines Disziplinarrats (T4)

Dokumentnummer

JJR_19800724_OGH0002_0130OS00087_8000000_002

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