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Zoppel, Versichertes Risiko

SteuerrechtRezensionenBearbeiter: Hermann WilhelmerRdW 2026/276RdW 2026, 362 Heft 5 v. 13.5.2026

Mit dem Werk "Versichertes Risiko. Die Bewältigung von Informationsasymmetrien beim Abschluss des Versicherungsvertrages" liegt uns die Habilitationsschrift von Moritz Zoppel vor, der am Institut für Zivilrecht und Zivilverfahrensrecht der Wirtschaftsuniversität Wien lehrt. Die Schrift versteht sich mit zum Teil sehr hoher "Flughöhe" als ein Beitrag, Versicherungsrecht und allgemeines Vertragsrecht (wieder) stärker zusammenzudenken. Hierbei wird von einem "synthetischen Analyseraster" mit Blick auf Zivilrecht und Aufsichtsrecht ausgegangen (10). Angestrebt wird auch eine "Zusammenschau aus Rechtsdogmatik, Rechtsökonomik und vertragstheoretischen Überlegungen" (ebenda), um das zivilrechtliche und marktbezogene (Um-)Feld beim Vertragsabschluss, insb beim Versicherungsvertragsabschluss, besser verstehen, einordnen und gestalten zu können. Zoppel berücksichtigt dabei, wie für eine Habilitation üblich, österreichische wie auch deutsche Literatur (inkl Rechtsprechung), ausgehend von den klassischen Zivilrechtslehren Franz Bydlinskis und Claus Wilhelm Canaris’ bis hin zu Arbeiten führender Versicherungsrechtler in Österreich und Deutschland (etwa Fenyves für Österreich, Dreher sowie Armbrüster für Deutschland). Hierbei nehmen neuere monografische Arbeiten (etwa Loackers zum "Informed Insurance Choice?" oder McColgans Plädoyer für einen "Abschied vom Informationsmodell im Recht allgemeiner Geschäftsbedingungen") eine zentrale Stellung ein. Die Stärke der Arbeit, nämlich die Mitbehandlung auch deutschen Rechts, va Schrifttums, führt allerdings dazu, dass normative Aussagen zum österreichischen und deutschen Recht zum Teil ineinanderfließen, regelmäßig bei Zoppel verbunden mit einer Kritik an der österreichischen Rechtslage. Zudem ist nicht immer klar, ob Rechtsmeinungen bloß referiert oder vom Autor auch geteilt werden.

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