Liebe Leser:innen,
in der folgenden vor.schau dürfen wir Ihnen das Heft 4/2025 und seine Beiträge vorstellen:
In der Kategorie merk.würdig beschäftigt sich Maria Sagmeister mit dem Klimagutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH). Ihr Beitrag arbeitet heraus, dass der IGH den Klimaschutz als allgemeine völkerrechtliche Pflicht aller Staaten und als menschenrechtlich fundierte Verantwortung zur Vermeidung erheblicher Klimaschäden anerkennt. Sagmeister sieht das Gutachten als wichtigen Schritt für globale Gerechtigkeit; seine Wirkung hänge aber davon ab, dass seine Maßstäbe aufgegriffen würden. Als Nächstes hat sich unser Mitherausgeber Paul Hahnenkamp mit Isabel Feichtners Monographie Bodenschätze. Über Verwertung und Vergesellschaftung auseinandergesetzt. Feichtner stellt laut Hahnenkamp überzeugend dar, dass Verwertungslogiken des Eigentumsrechts historisch kontingent sind und rechtlich überwunden werden können, wenn das Gemeinsame und neue „Beziehungsweisen“ zum Boden ins Zentrum rücken. Das Buch gehe über bloße Kritik hinaus und eröffne konkrete Perspektiven für rechtliche und gesellschaftliche Transformation. In seinem performativen Beitrag rechnet Felix Speidel mit der Unzugänglichkeit von Rechtssprache ab. Anhand von konkreten Beispielen aus seiner eigenen Tätigkeit plädiert Speidel pointiert für Verständlichkeit von Verwaltungssprache für alle.

