Unter dem Begriff der nachträglichen laesio enormis versteht man einerseits eine nach Vertragsabschluss und vor Übergabe eintretende Wertminderung einer Ware um mehr als die Hälfte und andererseits eine Minderung des Ertrags um mehr als die Hälfte beim Pachtvertrag. Diese zwei unterschiedlichen Ausprägungen werfen interessante Probleme auf. Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich auf eine überblicksmäßige Darstellung der relevanten Normen sowie der umstrittenen Rechtsfolgen der nachträglichen laesio enormis.

